Was drängt sich die bunte Menge

Sich gaffend um dies Bild?

Es ist ein junges Mädchen

Mit Zügen krampfhaft wild.

 

Ihr alten eitlen Gecken

Dränget euch nicht so nahe hin,

Reizt nicht an den zarten Formen

Den abgestumpften Sinn.

 

Seht hinter euch - o sehet!

Dort an der dunkelsten Stell′

Lehnt ohnmächtig von Hunger,

Des schönen Bildes Modell.


Das Gedicht "In der Kunstaustellung" stammt von   (1839 - 1901).





Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.

Die Wörter und Sätze vermitteln nicht nur einfach Informationen, sondern kondensieren & destillieren Stimmungen, Gefühle, Gedanken oder Beobachtungen. Es ist eine der ältesten literarischen Textformen und lebt davon, dass Sprache nicht nur bedeutet, sondern auch klingt, schwingt und wirkt.





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