So groß, so still,
So feierlich,
Ragen die Bäume empor;
Nicht Menschenlaut
Noch Vogellied
Dringt an mein Ohr …
Leises Summen
Hoch oben zieht!
In der klaren Luft,
Lichtgrüner Schein
Liegt auf dem Moos
Und würziger Nadelduft:
Als wäre aus der lauten Welt
Aller Friede hergezogen
Und flösse sacht durch dieses Tal
In weichen sanften Wogen,
Und flösse sacht und sonder Schall
Durch ruhelose Herzen,
So hehr, so ernst, so feierlich,
Fortspülend alle Schmerzen.
Das Gedicht "Im Walde" stammt von Ada Christen (1839 - 1901).
Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.
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