Ich kenne dich, du schwarzer Teich,

Genau weiß ich den Tag,

Als eine Todte still und bleich

An deinem Rande lag;

Und als der Pöbel scheu und stumm

Sich langsam nahte dir

Und abergläubig, feig und dumm

Bekreuzte sich vor ihr;

Als eine Hand den schönen Leib

Mit Haken an sich riß -

Der rohe Hauf′ das todte Weib

Ein gottverdammtes hieß. -

Das starre Antlitz hold und bleich,

Schaut′ ich so manche Nacht,

In schwarzen Stunden, schwarzer Teich,

Hab′ oft ich dein gedacht.


Das Gedicht "Am Teich" stammt von   (1839 - 1901).





Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.

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