Der zweyte Gesang der Dichterschule
Stunden fliehen,
Ziehen Tage,
Jagen Jahre;
Bahre, Trauer,
Trauerjahre
Fahren über;
Trüber schwebet;
Bebet winkend,
Sinket Liebe.
Der erste Gesang der Dichterschule
Liebegluthen
Fluthen immer,
Immer strebe,
Bebe nimmer;
Immer wendet,
Endet Wähnen
Thränen Schmerzen,
Herzenssehnen.
Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.
Die Wörter und Sätze vermitteln nicht nur einfach Informationen, sondern kondensieren & destillieren Stimmungen, Gefühle, Gedanken oder Beobachtungen. Es ist eine der ältesten literarischen Textformen und lebt davon, dass Sprache nicht nur bedeutet, sondern auch klingt, schwingt und wirkt.
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