1.

...Was ist Leben?

Ein Schatten der vorüberstreicht!

Ein armer Gaukler,

Der seine Stunde lang sich auf

der Bühne

zerquält und tobt; dann hört

man ihn nicht mehr.

Ein Märchen ist es,

das ein Tor erzählt

Voll Wortschwall,

und bedeutet nichts.

2.

Das Leben ist ein Märchen

voller Wut und Klag,

erzählt von einem Narren.

Quelle: "Macbeth" (5. Akt, 5. Szene)

“Life's but a walking shadow, a poor player,
That struts and frets his hour upon the stage,
And then is heard no more. It is a tale
Told by an idiot, full of sound and fury,
Signifying nothing.”


Das Gedicht "Leben ist nur ein wandelnd Schattenbild" stammt von   (1563 - 1616).





Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.

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Die Wörter und Sätze vermitteln nicht nur einfach Informationen, sondern kondensieren & destillieren Stimmungen, Gefühle, Gedanken oder Beobachtungen. Es ist eine der ältesten literarischen Textformen und lebt davon, dass Sprache nicht nur bedeutet, sondern auch klingt, schwingt und wirkt.





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