Ich hört′ ein Bächlein rauschen

Wohl aus dem Felsenquell,

Hinab zum Tale rauschen

So frisch und wunderhell.

 

Ich weiß nicht, wie mir wurde,

Nicht, wer den Rat mir gab,

Ich mußte auch hinunter

Mit meinem Wanderstab.

 

Hinunter und immer weiter

Und immer dem Bache nach,

Und immer frischer rauschte

Und immer heller der Bach.

 

Ist das denn meine Straße?

O Bächlein, sprich, wohin?

Du hast mit deinem Rauschen

Mir ganz berauscht den Sinn.

 

Was sag ich denn vom Rauschen?

Das kann kein Rauschen sein:

Es singen wohl die Nixen

Tief unten ihren Reihn.

 

Laß singen, Gesell, laß rauschen

Und wandre fröhlich nach!

Es gehn ja Mühlenräder

In jedem klaren Bach.


Das Gedicht "Wohin?" stammt von   (1794 - 1827).





Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.

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