Ich bringe dir in weißen kalten Händen
Ein warmes Haus, erhellt von tausend Kerzen,
Bewohnt von bunten Spielen, Tänzen, Scherzen,
Von Amoretten auch, die Pfeile senden.
Sie flattern auf und ab an allen Enden,
Die Jungfrau schaut besorgt nach ihrem Herzen,
Die Andre schon nach Einem, der den Schmerzen
Der Wunde möchte süßen Balsam spenden.
Als hülfreich hab′ ich immer dich erfunden,
Vor Allem, wo es gilt den schwachen Schönen,
Drum, denk′ ich, wird sie nicht bis morgen klagen.
Bald sind verrauscht des Festes heiße Stunden,
Schon hör′ ich Hufschlag vor dem Thore dröhnen:
Reich′ ihr den Arm und führe sie zum Wagen!
Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.
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Die Wörter und Sätze vermitteln nicht nur einfach Informationen, sondern kondensieren & destillieren Stimmungen, Gefühle, Gedanken oder Beobachtungen. Es ist eine der ältesten literarischen Textformen und lebt davon, dass Sprache nicht nur bedeutet, sondern auch klingt, schwingt und wirkt.
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