Gefrorne Tropfen fallen

Von meinen Wangen ab:

Ob es mir denn entgangen,

Daß ich geweinet hab′?

 

Ei Tränen, meine Tränen,

Und seid ihr gar so lau,

Daß ihr erstarrt zu Eise

Wie kühler Morgentau?

 

Und dringt doch aus der Quelle

Der Brust so glühend heiß,

Als wolltet ihr zerschmelzen

Des ganzen Winters Eis!


Das Gedicht "Gefrorene Tränen" stammt von   (1794 - 1827).





Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.

Die Wörter und Sätze vermitteln nicht nur einfach Informationen, sondern kondensieren & destillieren Stimmungen, Gefühle, Gedanken oder Beobachtungen. Es ist eine der ältesten literarischen Textformen und lebt davon, dass Sprache nicht nur bedeutet, sondern auch klingt, schwingt und wirkt.





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