Bin einmal ein Narr gewesen,

Hab geträumet, kurz doch schwer;

Wollt in schönen Augen lesen,

Daß von Lieb was drinnen wär.

 

Selig von der Vahr bis Bremen

Schwatzt ich zu der Holden mein;

Muß mich wahrlich heut noch schämen,

Daß ich solch ein Narr konnt sein.

 

Und die Glut, die in mir brannte,

Barg ich unter heitrem Scherz.

Von dem lieben Schwabenlande

Sprach ich zu dem kalten Herz.

 

Wollte sie zur Heimat locken,

Wollte alles ihr gestehn,

Doch sie sprach ganz kalt vom Brocken,

Dort sei alles gar zu schön.

 

Meine Lieb, mein Herz, mein Schwaben

Sind für dich zu eng, zu klein,

Größer willst du alles haben,

Nun so mag dein Harz dich freun!

 

Fahre wohl, du kaltes Wesen,

Freier blick ich um mich her,

Bin einmal ein Narr gewesen,

Hab geträumet kurz, doch schwer.


Das Gedicht "Bin einmal ein Narr gewesen..." stammt von   (1802 - 1827).





Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.

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