Vorwärts lieber laß uns schreiten

Durch die deutschen Nebelschichten,

Als auf alten Träumen reiten

Und auf römischen Berichten!

Denn mir ist, als säh ich endlich

Unter uns ein Bild entfalten;

Dunkel erst, doch bald verständlich

Sich erheben die Gestalten;

Hauf an Haufen im Getümmel,

Nun zerrissen, nun zusammen;

An dem grauverhangnen Himmel

Zuckt es wie von tausend Flammen.

Hört ihr, wie die Büchsen knallen?

Wutgeschrei durchfegt die Lüfte;

Und die weißen Nebel wallen,

Und die Brüder stehn und fallen -

Hoher Tag und tiefe Grüfte!


Das Gedicht "Nach Reisegesprächen" stammt von   (1817 - 1888).





Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.

Die Wörter und Sätze vermitteln nicht nur einfach Informationen, sondern kondensieren & destillieren Stimmungen, Gefühle, Gedanken oder Beobachtungen. Es ist eine der ältesten literarischen Textformen und lebt davon, dass Sprache nicht nur bedeutet, sondern auch klingt, schwingt und wirkt.





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