Nun gib ein Morgenküßchen!

Du hast genug der Ruh;

Und setz dein zierlich Füßchen

Behende in den Schuh!

 

Nun schüttle von der Stirne

Der Träume blasse Spur!

Das goldene Gestirne

Erleuchtet längst die Flur.

 

Die Rosen in deinem Garten

Sprangen im Sonnenlicht;

Sie können kaum erwarten,

Daß deine Hand sie bricht.


Das Gedicht "Morgens" stammt von   (1817 - 1888).





Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.

Die Wörter und Sätze vermitteln nicht nur einfach Informationen, sondern kondensieren & destillieren Stimmungen, Gefühle, Gedanken oder Beobachtungen. Es ist eine der ältesten literarischen Textformen und lebt davon, dass Sprache nicht nur bedeutet, sondern auch klingt, schwingt und wirkt.





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