Wir treten hier im Gotteshaus
Mit frommem Mut zusammen,
Uns ruft die Pflicht zum Kampf hinaus,
Und alle Herzen flammen.
Denn was uns mahnt zu Sieg und Schlacht,
Hat Gott ja selber angefacht.
Dem Herrn allein die Ehre!

Der Herr ist unsre Zuversicht,
Wie schwer der Kampf auch werde;
Wir streiten ja für Recht und Pflicht
Und für die heil′ge Erde.
Drum, retten wir das Vaterland,
So tat′s der Herr durch unsre Hand.
Dem Herrn allein die Ehre!

Es bricht der freche Übermut
Der Tyrannei zusammen;
Es soll der Freiheit heil′ge Glut
In allen Herzen flammen.
Drum frisch in Kampfes Ungestüm!
Gott ist mit uns, und wir mit ihm!
Dem Herrn allein die Ehre!

Er weckt uns jetzt mit Siegerlust
Für die gerechte Sache;
Er rief es selbst in unsre Brust:
Auf, deutsches Volk, erwache!«
Und führt uns, wär′s auch durch den Tod,
Zu seiner Freiheit Morgenrot.
Dem Herrn allein die Ehre!


Das Gedicht "Lied zur feierlichen Einsegnung des preußischen Freikorps" stammt von   (1791 - 1813).





Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.

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