Zwei- oder dreimal mußt′ er vor′s Messer,

Dann war er durch und ein Durchschnittsassesser.

 

Im übrigen war er ein Pfiffikus:

»Eine Spezialität man wählen muß.«

 

Und endlich hat er sich entschieden:

›Das Durchfahrtsrecht in Krieg und Frieden.‹

 

Er las dreiunddreißig fremde Werke,

Broschüren wurden seine Stärke.

 

Traten dann Konferenzen zusammen

Und stand der Streit in hellen Flammen

 

Und kam′s, daß man keinen Ausweg sah,

So hieß es: »Ist kein Dalberg da?

 

Warum uns zanken, quälen, schlagen,

Assessor Null wird uns alles sagen.«

 

Und wirklich, Null wird zugezogen,

Es legen sofort sich des Streites Wogen,

 

Ein Titel schreitet jetzt vor ihm her,

Null ist schon lange Null nicht mehr.

 

Jüngstens empfing er den siebenten Orden,

Ist aber drum nicht schöner geworden.


Das Gedicht "Wie mans machen muß" stammt von   (1819 - 1898).





Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.

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Die Wörter und Sätze vermitteln nicht nur einfach Informationen, sondern kondensieren & destillieren Stimmungen, Gefühle, Gedanken oder Beobachtungen. Es ist eine der ältesten literarischen Textformen und lebt davon, dass Sprache nicht nur bedeutet, sondern auch klingt, schwingt und wirkt.





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