Die Flut steigt bis an den Ararat,

Und es hilft keine Rettungsleiter,

Da bringt die Taube Zweig und Blatt -

Und es kribbelt und wibbelt weiter.

 

Es sicheln und mähen von Ost nach West

Die apokalyptischen Reiter,

Aber ob Hunger, ob Krieg, ob Pest,

Es kribbelt und wibbelt weiter.

 

Ein Gott wird gekreuzigt auf Golgatha,

Es brennen Millionen Scheiter,

Märtyrer hier und Hexen da,

Doch es kribbelt und wibbelt weiter.

 

So banne dein Ich in dich zurück

Und ergib dich und sei heiter;

Was liegt an dir und deinem Glück?

Es kribbelt und wibbelt weiter.


Das Gedicht "Es kribbelt und wibbelt weiter" stammt von   (1819 - 1898).





Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.

Die Wörter und Sätze vermitteln nicht nur einfach Informationen, sondern kondensieren & destillieren Stimmungen, Gefühle, Gedanken oder Beobachtungen. Es ist eine der ältesten literarischen Textformen und lebt davon, dass Sprache nicht nur bedeutet, sondern auch klingt, schwingt und wirkt.





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