Der Abend, der sich in die Nacht verblutet,
Rührt deine Seele stets mit gleicher Frage,
Denn täglich wehst du mit dem toten Tage
Ins Dunkel weiter, das die Welt umflutet.

Bist eingefangen in dem stummen Ringe,
Ein flackernd Licht im kalten Sternenraume,
Und spürst nur, horchend aus verwirrtem Traume
Die nahe Flut der unnennbaren Dinge.

Nimmst du ein einzeln Ding aus deinem Leben
Und wiegst es prüfend in der hohlen Hand,
Du fühlst darin das große Dunkel beben.

Und jedes ist zu neuen Wundern Welle,
Und fast schon nahe jenem letzten Strand,
Doch Weg ist alles: keines ist die Schwelle.


Das Gedicht "Die Frage" stammt von   (1881 - 1942).





Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.

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