Die sonne rennt mit prangen
Durch ihre frühlings-bahn /
Und lacht mit ihren wangen
Den runden welt-kreiß an.

Der himmel kömmt zur erden /
Er wärmt und macht sie naß /
Drum muß sie schwanger werden /
Gebiehret laub und graß.

Der west-wind läßt sich hören /
Die Flora / seine braut /
Aus liebe zu verehren
Mit blumen / graß und kraut.

Die vögel kommen nisten
Aus fremden ländern her /
Und hengen nach den lüsten;
Die schiffe gehn im meer /

Der schäfer hebt zu singen
Von seiner Phyllis an /
Die welt geht wie im springen /
Es freut sich / was nur kan.

Drum wer anitzt zu lieben
Ein gutes mittel hat /
Der flieh es auffzuschieben /
Und folge guten rath.

Weil alles / was sich reget /
In dem es sich verliebt /
Und sich zu gleichen leget /
Hiezu uns anlaß giebt.


Das Gedicht "Die beste Zeit zum lieben" stammt von   (1605 - 1659).





Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.

Empfehlungen

Weitere gute Gedichte des Autors:



Die Wörter und Sätze vermitteln nicht nur einfach Informationen, sondern kondensieren & destillieren Stimmungen, Gefühle, Gedanken oder Beobachtungen. Es ist eine der ältesten literarischen Textformen und lebt davon, dass Sprache nicht nur bedeutet, sondern auch klingt, schwingt und wirkt.





Zur Startseite: Gedichte