Das Leben ist schön!
Und schön ist's für jeden
Im Tal wie auf Höhn!
Die Welt ist ein Eden!
Nicht, weil sie geschmückt wird
Vom Lorbeeren-Baum,
Von dem gepflückt wird
Des Ruhmgeizes Traum!

Das Leben ist schön
Um der Blumen willen,
Die im Tal wie auf Höhn
Uns blühen im Stillen,
Die ein Jeder von Stunden
Von seligen pflückt,
- Unterwegs gefunden, -
Den Weg sich schmückt!

Ganz dar es sich reicht
Dem tiefen Blicke,
Und dem Herzen, das leicht
Sich erschließet dem Glücke! -
Doch was es auch habe
Für der Fühlenden Kreis,
Als herrlichste Gabe
Die - Liebe ich preis'!

Das Leben ist schön!
Ruf ich voll Entzücken
Und hab' es gesehn
Zu Boden mich drücken! -
Doch schlug es auch Wunden,
Die zu Tod mich geschmerzt,
Sie verheilen in Stunden,
Da Liebe mich herzt!

Das Leben ist schön!
Noch will ich so rufen,
Werd' ich mich sehn
An des Grabes Stufen!
Und gibt es ein Träumen
In des Jenseits Flur:
Dann möcht' ich dort träumen
Vom - Leben nur!


Das Gedicht "Das Leben ist schön" stammt von   (1852 - 1907).





Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.

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