Lieben ist nicht müßig stehen /

Lieben lauffet Tag und Nacht;

ein verliebet Herze kracht /

und wil fast vohr Müh vergehen.

Liebe wird nicht faul gesehen /

Lieb′ ist / wen sie schläfft und wacht /

auff der Liebsten Gunst bedacht /

sie läst alle Winde wehen /

nichts mag ihr beschwärlich seyn

als die schwäre Liebespein;

Lieben kan man Mühe nennen /

Amor ist ein feurig Joch /

und zu weilen laulecht doch /

sonsten würd eß viel verbrennen.


Das Gedicht "Lieben ist nicht müßig stehen..." stammt von   (1621 - 1638).





Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.

Die Wörter und Sätze vermitteln nicht nur einfach Informationen, sondern kondensieren & destillieren Stimmungen, Gefühle, Gedanken oder Beobachtungen. Es ist eine der ältesten literarischen Textformen und lebt davon, dass Sprache nicht nur bedeutet, sondern auch klingt, schwingt und wirkt.





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