Der Abend war so dunkelschwer,

und schwer durchs Dunkel schnitt der Kahn;

die Andern lachten um uns her,

als fühlten sie den Frühling nahn.

 

Der weite Strom lag stumm und fahl,

am Ufer floß ein schwankend Licht,

die Weiden standen starr und kahl.

Ich aber sah dir ins Gesicht

 

und fühlte deinen Atem flehn

und deine Augen nach mir schrein

und - eine Andre vor mir stehn

und heiß aufschluchzen: Ich bin dein!

 

Das Licht erglänzte nah und mild;

im grauen Wasser, schwarz, verschwand

der starren Weiden zitternd Bild.

Und knirschend stieß der Kahn ans Land.


Das Gedicht "Stromüber" stammt von   (1863 - 1920).





Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.

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