Nein, wie sind wir herrlich beide!
ich mit meinem Räubersinn,
du in deinem Jägerkleide!
Sonntag gehn wir auf die Heide,
süße Lüneburgerin!
Zwanzigtausend Schafe schauen
immer wieder nach dir hin.
Huch! sie ließen gern sich krauen,
und die Lerche juchzt im Blauen:
süße Lüneburgerin!
Bis sich Nacht und Nebel ballen;
ach, dann senken wir das Kinn.
Kaum ein Mäuschen rührt die Krallen;
huh, dann wirst du überfallen,
weil ich doch dein Räuber bin!
Brav im Grabe schläft der Hüne;
hussa, falln wir auf ihn hin.
Denn du bist ja meine kühne
süße Lüneburgerüne,
meine wilde Jägerin!
Das Gedicht "Herrliches Pärchen" stammt von Richard Dehmel (1863 - 1920).
Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.
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