Liegt eine Stadt im Tale,

ein blasser Tag vergeht;

es wird nicht lange dauern mehr,

bis weder Mond noch Sterne,

nur Nacht am Himmel steht.

 

Von allen Bergen drücken

Nebel auf die Stadt;

es dringt kein Dach, nicht Hof noch Haus,

kein Laut aus ihrem Rauch heraus,

kaum Türme noch und Brücken.

 

Doch als den Wandrer graute,

da ging ein Lichtlein auf im Grund;

und durch den Rauch und Nebel

begann ein leiser Lobgesang,

aus Kindermund.


Das Gedicht "Die stille Stadt" stammt von   (1863 - 1920).





Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.

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