Paris, Spätherbst 1913

 

Tränen, Tränen, die aus mir brechen,

Mein Tod, Mohr, Träger

meines Herzens, halte mich schräger,

daß sie abfließen. Ich will sprechen

 

Schwarzer, riesiger Herzhalter.

Wenn ich auch spräche,

glaubst du denn, dass das Schweigen bräche?

 

Wiege mich, Alter.


Das Gedicht "Tränen, Tränen, die aus mir brechen" stammt von   (1875 - 1926).





Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.

Die Wörter und Sätze vermitteln nicht nur einfach Informationen, sondern kondensieren & destillieren Stimmungen, Gefühle, Gedanken oder Beobachtungen. Es ist eine der ältesten literarischen Textformen und lebt davon, dass Sprache nicht nur bedeutet, sondern auch klingt, schwingt und wirkt.





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