Ich habe kein Vaterhaus,
      und habe auch keines verloren;
meine Mutter hat mich in die Welt hinaus
      geboren.
Da steh ich nun in der Welt und geh
      in die Welt immer tiefer hinein,
und habe mein Glück und habe mein Weh
      und habe jedes allein.
Und bin doch manch eines Erbe.
      Mit drei Zweigen hat mein Geschlecht geblüht
auf sieben Schlössern im Wald,
und wurde seines Wappens müd
      und war schon viel zu alt; -
und was sie mir ließen und was ich erwerbe
      zum alten Besitze, ist heimatlos.
In meinen Händen, in meinem Schoß
      muß ich es halten, bis ich sterbe.
Denn was ich fortstelle,
      hinein in die Welt,
fällt,
      ist wie auf eine Welle
gestellt.


Das Gedicht "Der Letzte" stammt von   (1875 - 1926).





Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.

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