Als ob er horchte. Stille: eine Ferne...

Wir halten ein und hören sie nicht mehr.

Und er ist Stern. Und andre große Sterne,

die wir nicht sehen, stehen um ihn her.

 

O er ist alles. Wirklich, warten wir,

daß er uns sähe? Sollte er bedürfen?

Und wenn wir hier uns vor ihm niederwürfen,

er bliebe tief und träge wie ein Tier.

 

Dann das, was uns zu seinen Füßen reißt,

das kreist in ihm seit Millionen Jahren.

Er, der vergißt, was wir erfahren,

und der erfährt, was uns verweist.


Das Gedicht "Buddha" stammt von   (1875 - 1926).





Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.

Die Wörter und Sätze vermitteln nicht nur einfach Informationen, sondern kondensieren & destillieren Stimmungen, Gefühle, Gedanken oder Beobachtungen. Es ist eine der ältesten literarischen Textformen und lebt davon, dass Sprache nicht nur bedeutet, sondern auch klingt, schwingt und wirkt.





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