Der Graf vernimmt die Töne,

er sieht einen lichten Riß;

er weckt seine dreizehn Söhne

im Erb-Begräbnis.

 

Er grüßt seine beiden Frauen

ehrerbietig von weit -;

und alle voll Vertrauen,

stehn auf zur Ewigkeit

 

und warten nur noch auf Erich

und Ulriken Dorotheen,

die sieben- und dreizehnjährig,

(sechzehnhundertzehn)

verstorben sind in Flandern,

um heute vor den andern

unbeirrt herzugehn.

 


Das Gedicht "Auferstehung" stammt von   (1875 - 1926).





Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.

Die Wörter und Sätze vermitteln nicht nur einfach Informationen, sondern kondensieren & destillieren Stimmungen, Gefühle, Gedanken oder Beobachtungen. Es ist eine der ältesten literarischen Textformen und lebt davon, dass Sprache nicht nur bedeutet, sondern auch klingt, schwingt und wirkt.





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