Was die Erde mir geliehen,
Fordert sie schon jetzt zurück.
Naht sich, mir vom Leib zu ziehen
Sanft entwindend Stück für Stück.
Um so mehr, als ich gelitten,
Um so schöner ward die Welt.
Seltsam, dass, was ich erstritten,
Sachte aus der Hand mir fällt.
Um so leichter, als ich werde,
Um so schwerer trag′ ich mich.
Kannst du mich, du feuchte Erde,
Nicht entbehren? frag′ ich dich.
"Nein, ich kann dich nicht entbehren,
Muss aus dir ein′ andern bauen,
Muss aus dir ein′ andern nähren,
Soll sich auch die Welt anschauen.
Doch getröste dich in Ruh′.
Auch der andre, der bist du."
Das Gedicht "Auch der andre, der bist du" stammt von Peter Rosegger (1843 - 1918).
Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.
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