Über grüßende Klüfte und Büsche zieht

Und junge Vögel wiegende Wipfel

Zwei gelbe Falter...

Ein Haschen, ein Fühlen,

Vorüber...

Das währt, das währt.

 

Seliger Flug,

Hier in den Himmel

Die beiden es trug:

Mit vier Blättern

Zwei Blumen.

 

Was so schwer in der Erde,

So ganz schwer -

Aller Frühling schweigt

Und singt sein leuchtend schwellendes Reifen.

Allmenschen.

 

Braunes Mühen,

Perlen des Fleißes,

Rosen auf greifenden Knäufen.

Bilder rohrleichter Hütten.

Hurtige Schultern des plaudernd

Kindlich treibenden Wichtes

Tragen über das Tal zu anderem Hofe

Ziegen und Frucht -

Grüne Weiten.

Ziegenerstiegene.

 

Schmerzen wühlen

Schmerzen, seliges Sichlegen ins Grab -

In Erde all:

Schwanken der Seele zur Höhe -

 

Die Lüfte sind müde

Schwer vom Fremden,

Vögel darin,

Schwarze Vögel mit harten, bohrenden Seelen

Dunkelrunden Augen,

Blankem bereitem Schnabel.

Schwarzer Scharen fliegendes Fragen,

Zusammenrufen

Dunkelbeutefroher Ruf.


Das Gedicht "Weltschwellendes Lied" stammt von   (1854 - 1904).





Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.

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Die Wörter und Sätze vermitteln nicht nur einfach Informationen, sondern kondensieren & destillieren Stimmungen, Gefühle, Gedanken oder Beobachtungen. Es ist eine der ältesten literarischen Textformen und lebt davon, dass Sprache nicht nur bedeutet, sondern auch klingt, schwingt und wirkt.





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