Über seelenbange Wangen weinten

Warm verdüsterte Himmel heißes Blut.

Über dürrer fremdschmachtender Erde

Gingen wilder Missetaten büßend helle Beschwerde.

Fühle über mir das dornengroße

Güte glühende Haupt

Umfangen...

Von mir.

So spräch′ meine Seele,

Himmelerquickend

Den seligen Tau

Überquellender Liebe

Auf das dornenhohe

Tauschmachtende Haupt,

Du Welt Hinliebendes,

Du Welthinliebendes

Dich weinen

Hin

In Jubel

Dich!


Das Gedicht "Jesus" stammt von   (1854 - 1904).





Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.

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Die Wörter und Sätze vermitteln nicht nur einfach Informationen, sondern kondensieren & destillieren Stimmungen, Gefühle, Gedanken oder Beobachtungen. Es ist eine der ältesten literarischen Textformen und lebt davon, dass Sprache nicht nur bedeutet, sondern auch klingt, schwingt und wirkt.





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