Die blauen Wolken oben,

Die duften wundersam,

Und haben sich verschoben

Ganz hoch sich aufgehoben -

Bunt in die Bilderscheiben

Die klare Sonne kam.

 

Hoch der Altäre Prunken

Wölbt sich wie Wolken hin,

Im Dunkel goldene Funken.

Abseits Gebet, versunken,

Krauswilde Schmiederanken

Ein Licht im Dämmern drin.

 

Ein Licht, wie droben knistert

Wo strahlend steigt ein Schatz,

Ein Licht hienieden flüstert

Wo mildiglich es düstert:

"Maria Schmerzensmutter,

Gib mir am Kreuze Platz!"


Das Gedicht "Jesuitenkirche" stammt von   (1854 - 1904).





Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.

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Die Wörter und Sätze vermitteln nicht nur einfach Informationen, sondern kondensieren & destillieren Stimmungen, Gefühle, Gedanken oder Beobachtungen. Es ist eine der ältesten literarischen Textformen und lebt davon, dass Sprache nicht nur bedeutet, sondern auch klingt, schwingt und wirkt.





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