Die blauen Wolken oben,
Die duften wundersam,
Und haben sich verschoben
Ganz hoch sich aufgehoben -
Bunt in die Bilderscheiben
Die klare Sonne kam.
Hoch der Altäre Prunken
Wölbt sich wie Wolken hin,
Im Dunkel goldene Funken.
Abseits Gebet, versunken,
Krauswilde Schmiederanken
Ein Licht im Dämmern drin.
Ein Licht, wie droben knistert
Wo strahlend steigt ein Schatz,
Ein Licht hienieden flüstert
Wo mildiglich es düstert:
"Maria Schmerzensmutter,
Gib mir am Kreuze Platz!"
Das Gedicht "Jesuitenkirche" stammt von Peter Hille (1854 - 1904).
Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.
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