Betende Hände,

Gottbetroffene Jungfrau,

Flattern und Beben,

Heiliges Lallen:

 

Mein Werk ist träg in der verdürstenden Geister

Verdürstetem Greifen.

Dunkelruhen!

Gebären. Arbeit,

Bang, groß,

Seelen in hastender Arbeit.

Alle halten zusammen und - haben nichts.

Qualen die furchtbar sind.

Unerhörte Worte

Unerhörter Dinge.

Und es sollen Frühlinge sein,

Und - Trauer ist Jubel.

Ein Brausen in lichtentschmetterndem Ringe.

Und fern, wie sehr,

An goldbraunen, reifen, jubelnd roten, blühenden Wangen.

Starkes Gekicher.

Tänze gell wie Sonnenlohen.

Tamburin, wirbelnd

Wie goldumzügelte

Blumen der Sonne.

 

Schlummre, Frühling,

Im Dunkel einer Trauer,

Und wie ein Kind

Sprießt du immerzu

Violette Blumen des ersehnten Herbstes

In vergessen geschlossener Hand.


Das Gedicht "Auf Mutterschoß" stammt von (* 1854-09-11, † 1904-04-07).





Ein Gedicht ist eine besondere sprachliche Ausdrucksform, das aus Versen (und Strophen) besteht, die sich i.d.R. reimen.
Die Wörter und Sätze vermitteln nicht nur einfach Informationen, sondern verdichten Stimmungen, Gefühle, Gedanken oder Beobachtungen. Es ist eine der ältesten literarischen Textformen und lebt davon, dass Sprache nicht nur bedeutet, sondern auch klingt, schwingt und wirkt.





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