Wer tanzt mit mir?

Wer spielt mit mir?

Ich bin so sehr allein.

Kam da der gelbe Sonnenstrahl:

Ich tanze Tippel - Huschemal,

Willst du meine Tänzerin sein?

Wer tanzt mit mir?

Wer spielt mit mir?

Der Sonnenstrahl ist zu fein;

Kam da der wilde Pustewind:

Heideih! ich spiele Wegefind,

Lauf doch! fang mich ein!

Wer tanzt mit mir?

Wer spielt mit mir?

Der Wind macht mein Krönchen entzwei.

Kam da unser brauner Junge an,

Macht ′nen Diener wie ′n Edelmann:

Prinzeß, ich bin so frei!


Das Gedicht "Das Königskind" stammt von (* 1862-10-31, † 1918-07-09).





Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.
Die Wörter und Sätze vermitteln nicht nur einfach Informationen, sondern kondensieren & destillieren Stimmungen, Gefühle, Gedanken oder Beobachtungen. Es ist eine der ältesten literarischen Textformen und lebt davon, dass Sprache nicht nur bedeutet, sondern auch klingt, schwingt und wirkt.





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