Soll ich ihn lieben,
Soll ich ihn lassen,
Dem sich mein Herz schon heimlich ergab?
Soll ich mich üben,
Recht ihn zu hassen,
Rate mir gut, doch rate nicht ab.

Wild ist er freilich,
Hastig von Sitten,
Keiner begreift es, wie lieb ich ihn hab.
Aber so heilig
Kann er auch bitten,
Rate mir gut, doch rate nicht ab.

Reichere könnt´ich,
Weisere haben,
Gut ist im Leben ein sicherer Stab.
Keiner doch gönnt´ich
Den wilden Knaben -
Rate mir gut, doch rate nicht ab.

Laß ich von schlimmer
Wahl mich betören,
Besser, ich legte mich gleich ins Grab,
Klug ist es immer
Auf Rat zu hören,
Rate mir gut, doch rate nicht ab.


Das Gedicht "Mädchenlied" stammt von   (1830 - 1914).





Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.

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