Nun danket all und bringet Ehr,

ihr Menschen in der Welt,

dem, dessen Lob der Engel Heer

im Himmel stehts vermeld’t

Ermuntert euch und singt mit Schall,

Gott, unserm höchsten Gut,

der seine Wunder überall

und große Dinge tut;

Der uns von Mutterleibe an

frisch und gesund erhält

und, wo kein Mensch nicht helfen kann,

sich selbst zum Helfer stellt;

Der, ob wir ihn gleich hoch betrübt,

doch bleibet guten Muts,

die Straf erläßt, die Schuld vergibt

und tut uns alles Guts.

Er gebe uns ein fröhlich Herz,

erfrische Geist und Sinn

und werf all Angst, Furcht, Sorg und Schmerz

ins Meeres Tiefe hin.

Er lasse seinen Frieden ruhn

auf unserm Volk und Land;

er gebe Glück zu unserm Tun

und Heil zu allem Stand.

Er lasse seine Lieb und Güt

um, bei und mit uns gehn,

was aber ängstet und bemüht,

gar ferne von uns stehn.

Solange dieses Leben währt,

sei er stets unser Heil,

und wenn wir scheiden von der Erd,

verbleib er unser Teil.

Er drücke, wenn das Herze bricht,

uns unsre Augen zu

und zeig uns drauf sein Angesicht

dort in der ewgen Ruh.


Das Gedicht "Nun danket all" stammt von   (1607 - 1676).





Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.

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