"Warum, ihr Poetenpack,
Quält ihr euch noch mit Gedichten?
Praktisch füllt man heut den Sack
Sich mit lohnendern Gewichten!"
Warum blüht der Fruchtbaum fort,
Ohn′ um Gunst und Lohn zu werben?
Warum, wenn sein Leben dorrt,
Will er noch in Blüthen sterben?
Das Gedicht "Warum, ihr Poetenpack" stammt von Otto Roquette (1824 - 1896).
Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.
Die Wörter und Sätze vermitteln nicht nur einfach Informationen, sondern kondensieren & destillieren Stimmungen, Gefühle, Gedanken oder Beobachtungen. Es ist eine der ältesten literarischen Textformen und lebt davon, dass Sprache nicht nur bedeutet, sondern auch klingt, schwingt und wirkt.
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