"Simm Gredlin, Gret, mein Gredelein,

mein zarter bül, herz lieb gemait,

dein züchtlich er an mir nicht weich!"

"Halt wie es get, mein Öselein,

in deiner schül treu stetikait,

die wil ich leren ewikleich."

"Die wort sol ich behalten mir

und schreiben in meins herzen grund

von deinem röselochten munt."

"Mein hort, das selb ist wol mein gier,

wann ich wil nicht wencken.

Gedenck, liebs Öselein, an mich,

dein Gredlin sol erfreuen dich."

 

"Du kanst mich nicht erfreuen bas,

wann das ich läg an deinem arm,

verslossen als ain kleusener."

"in deiner pflicht wurd ich nicht lass,

an sainlich träg mach ich dir warm

und ist mir das ain klaine swer."

"Hab danck, mein trauter aidgesell,

das sol ich dir vergessen klain,

wann du bist wol, die ich da main."

"An wanck von mir kain ungevell,

herzlieb, nicht enwarte!"

"Danck so hab die zarte."


Das Gedicht "Simm Gredlin" stammt von   (1376 - 1445).





Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.

Empfehlungen

Weitere gute Gedichte des Autors:



Die Wörter und Sätze vermitteln nicht nur einfach Informationen, sondern kondensieren & destillieren Stimmungen, Gefühle, Gedanken oder Beobachtungen. Es ist eine der ältesten literarischen Textformen und lebt davon, dass Sprache nicht nur bedeutet, sondern auch klingt, schwingt und wirkt.





Zur Startseite: Gedichte