Letztes Gedicht des Verfassers 1817.

 

Den leichten Morgenträumen

Enteil′ ich froh und schnell,

Und nahe sonder Säumen

Dem wunderbaren Quell.

 

Zur Tiefe steig′ ich nieder,

Da quillt es reich und warm,

Da senken sich die Glieder

In milden Liebesarm.

 

O Liebesfüll′, o Gnade,

Wie selig, wer euch schaut,

Wenn ihr auf unsre Pfade

Die süßen Wunder thaut.

 

Was bricht aus Felsenklüften?

Was blüht an manchem Strauch?

Was weht in milden Lüften?

Der ew′gen Liebe Hauch.

 

O Quell, ich muß dir danken,

Genesen will ich hier,

Die seligsten Gedanken

Erfüllen mich bei dir.

 

Und soll der Leib versinken

In dunkle Grabesnacht,

Vom Wasser will ich trinken,

Das ewig lebend macht.


Das Gedicht "Das Bad Ems" stammt von   (1783 - 1817).





Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.

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Die Wörter und Sätze vermitteln nicht nur einfach Informationen, sondern kondensieren & destillieren Stimmungen, Gefühle, Gedanken oder Beobachtungen. Es ist eine der ältesten literarischen Textformen und lebt davon, dass Sprache nicht nur bedeutet, sondern auch klingt, schwingt und wirkt.





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