Laßt mich! laßt mich! ich will klagen,
Fröhlich sein nicht mehr!
Aboudahab hat geschlagen
Alie und sein Heer.
So ein muntrer kühner Krieger
Wird nicht wieder sein;
Über alles ward er Sieger
Haut´es kurz und klein.
Er verschmähte Wein und Weiber,
Ging nur Kriegesbahn,
Und war für die Zeitungsschreiber
Gar ein lieber Mann.
Jedermann in Syrus saget:
"Schade, daß er fiel"
Und in ganz Ägypten klaget
Mensch und Krokodil.
Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.
Die Wörter und Sätze vermitteln nicht nur einfach Informationen, sondern kondensieren & destillieren Stimmungen, Gefühle, Gedanken oder Beobachtungen. Es ist eine der ältesten literarischen Textformen und lebt davon, dass Sprache nicht nur bedeutet, sondern auch klingt, schwingt und wirkt.
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