Kam einst ein Fuchs vom Dorfe her,

früh in der Morgenstunde,

und trug ein Huhn im Munde;

und es begegnet’ ihm ein Bär.

"Ah! Guten Morgen, gnädiger Herr!

Ich bringe hier ein Huhn für Sie;

Ihr Gnaden promenieren ziemlich früh,

wo geht die Reise hin?"

"Was heißest du mich gnädig, Vieh!

Wer sagt dir, daß ich’s bin?"

"Sah Dero Zahn, wenn ich es sagen darf,

und Dero Zahn ist lang und scharf."

 


Das Gedicht "Fuchs und Bär" stammt von (* 1740-08-15, † 1815-01-21).





Ein Gedicht ist eine besondere sprachliche Ausdrucksform, das aus Versen (und Strophen) besteht, die sich i.d.R. reimen.
Die Wörter und Sätze vermitteln nicht nur einfach Informationen, sondern verdichten Stimmungen, Gefühle, Gedanken oder Beobachtungen. Es ist eine der ältesten literarischen Textformen und lebt davon, dass Sprache nicht nur bedeutet, sondern auch klingt, schwingt und wirkt.





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