Der Säemann säet den Samen,

Die Erd empfängt ihn,

Und über ein kleines

Keimet die Blume herauf.

 

Du liebtest sie. Was auch dies Leben

Sonst für Gewinn hat,

War klein Dir geachtet,

Und sie entschlummerte Dir!

 

Was weinest Du neben dem Grabe

Und hebst die Hände

Zur Wolke des Todes

Und der Verwesung empor?

 

Wie Gras auf dem Felde sind Menschen

Dahin, wie Blätter!

Nur wenige Tage

Gehn wir verkleidet einher!

 

Der Adler besuchet die Erde,

Doch säumt nicht,

Schüttelt vom Flügel den Staub,

Und Kehret zur Sonne zurück!


Das Gedicht "Der Säemann säet den Samen" stammt von   (1740 - 1815).





Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.

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