Es stand ein Sternlein am Himmel,

Ein Sternlein guter Art;

Das tät so lieblich scheinen,

So lieblich und so zart!

 

Ich wußte seine Stelle

Am Himmel, wo es stand;

Trat abends vor die Schwelle,

Und suchte, bis ich’s fand;

 

Und blieb denn lange stehen,

Hatt’ große Freud’ in mir:

Das Sternlein anzusehen;

Und dankte Gott dafür.

 

Das Sternlein ist verschwunden;

Ich suche hin und her

Wo ich es sonst gefunden,

Und find es nun nicht mehr.


Das Gedicht "Christiane" stammt von   (1740 - 1815).





Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.
Die Wörter und Sätze vermitteln nicht nur einfach Informationen, sondern kondensieren & destillieren Stimmungen, Gefühle, Gedanken oder Beobachtungen. Es ist eine der ältesten literarischen Textformen und lebt davon, dass Sprache nicht nur bedeutet, sondern auch klingt, schwingt und wirkt.





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