Es stand ein Sternlein am Himmel,

Ein Sternlein guter Art;

Das tät so lieblich scheinen,

So lieblich und so zart!

 

Ich wußte seine Stelle

Am Himmel, wo es stand;

Trat abends vor die Schwelle,

Und suchte, bis ich’s fand;

 

Und blieb denn lange stehen,

Hatt’ große Freud’ in mir:

Das Sternlein anzusehen;

Und dankte Gott dafür.

 

Das Sternlein ist verschwunden;

Ich suche hin und her

Wo ich es sonst gefunden,

Und find es nun nicht mehr.


Das Gedicht "Christiane" stammt von (* 1740-08-15, † 1815-01-21).





Ein Gedicht ist eine besondere sprachliche Ausdrucksform, das aus Versen (und Strophen) besteht, die sich i.d.R. reimen.
Die Wörter und Sätze vermitteln nicht nur einfach Informationen, sondern verdichten Stimmungen, Gefühle, Gedanken oder Beobachtungen. Es ist eine der ältesten literarischen Textformen und lebt davon, dass Sprache nicht nur bedeutet, sondern auch klingt, schwingt und wirkt.





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