Aus einer Welt voll Angst und Not,

Voll Ungerechtigkeit, und Blut und Tod

Flüchtete die fromme reine Seele

Sich ins beßre Land zu Gott;

Und der Leib in diese dunkle Höhle,

Auszuruhen bis zum Wiedersehn.

O der Christ ist immer groß und schön,

Doch im Tod’ in seiner größten Schöne.

Wandrer, bleib’ am Grabe stehn,

Lerne hier, was eitel ist, verschmähn;

Weine eine stille Träne!

Und denn kannst du weitergehn.


Das Gedicht "Auf O--o R--s Grab" stammt von (* 1740-08-15, † 1815-01-21).





Ein Gedicht ist eine besondere sprachliche Ausdrucksform, das aus Versen (und Strophen) besteht, die sich i.d.R. reimen.
Die Wörter und Sätze vermitteln nicht nur einfach Informationen, sondern verdichten Stimmungen, Gefühle, Gedanken oder Beobachtungen. Es ist eine der ältesten literarischen Textformen und lebt davon, dass Sprache nicht nur bedeutet, sondern auch klingt, schwingt und wirkt.





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