Die Stadt liegt noch im Werktagsrauche

Und spiegelt trüb im Fluß sich ab,

Da tönt uralt mit sanftem Hauche

Der Sonntagsgruß vom Thurm herab.

 

Des Erzes weitgetrag′ne Stimmen

Erschallen in den reinen Höh′n,

Die Sterne fangen an zu glimmen

Und fromm verstummet das Getön.


Das Gedicht "Turmchoral" stammt von   (1839 - 1911).





Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.

Die Wörter und Sätze vermitteln nicht nur einfach Informationen, sondern kondensieren & destillieren Stimmungen, Gefühle, Gedanken oder Beobachtungen. Es ist eine der ältesten literarischen Textformen und lebt davon, dass Sprache nicht nur bedeutet, sondern auch klingt, schwingt und wirkt.





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