Die erste Gans im Gänsezug,

Sie schnattert: »Seht, ich führe!«

Die letzte Gans im Gänsezug,

Sie schnattert: Seht, ich leite!«

 

Und jede Gans im Gänsezug,

Sie denkt: »- Daß ich mich breite

So selbstbewußt, das kommt daher,

Weil ich, ein unumschränkter Herr,

Denn Weg mir wähl nach eignem Sinn,

All meiner Schritte Schreiter bin

Und meine Freiheit spüre!«


Das Gedicht "Gänsezug" stammt von   (1830 - 1916).





Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.

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Die Wörter und Sätze vermitteln nicht nur einfach Informationen, sondern kondensieren & destillieren Stimmungen, Gefühle, Gedanken oder Beobachtungen. Es ist eine der ältesten literarischen Textformen und lebt davon, dass Sprache nicht nur bedeutet, sondern auch klingt, schwingt und wirkt.





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