Das eilende Schiff, es kommt durch die Wogen
Wie Sturmwind geflogen.
Voll Jubel ertönt′s vom Mast und vom Kiele:
"Wir nahen dem Ziele."
Der Fährmann am Steuer spricht traurig und leise:
"Wir segeln im Kreise."
Gedichte
Marie von Ebner-Eschenbach
Das eilende Schiff, es kommt durch die Wogen
Wie Sturmwind geflogen.
Voll Jubel ertönt′s vom Mast und vom Kiele:
"Wir nahen dem Ziele."
Der Fährmann am Steuer spricht traurig und leise:
"Wir segeln im Kreise."
Das Gedicht "Das Schiff" stammt von Marie von Ebner-Eschenbach (1830 - 1916).
Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.
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Die Wörter und Sätze vermitteln nicht nur einfach Informationen, sondern kondensieren & destillieren Stimmungen, Gefühle, Gedanken oder Beobachtungen. Es ist eine der ältesten literarischen Textformen und lebt davon, dass Sprache nicht nur bedeutet, sondern auch klingt, schwingt und wirkt.