Sie stehen fremd in einem reinen Rund,

Tief in sich eingehüllt wie in Gefieder.

Sie gehn in sanfter Wölbung auf und nieder,

Sie bergen Zärtlichkeit in ihrem Grund,

 

Der unergründlich ist: sie ragen nah

Und sind Entfernte, zauberisch bewehrt.

Dann plötzlich, so entfremdet abgekehrt,

Scheinen sie näher und vertrauter da,

 

Rufen sie eine sanft verwehte Gier

Nach Liebkosungen, darin sie erschlossen

Sich öffneten. Doch einem schönen Tier

 

Unfaßbar gleich in ihrer stummen Ruh

Stehen sie unbewegt und ungenossen

Und sie versagen sich so tief wie Du.


Das Gedicht "Mamillaria Pusilla" stammt von   (1899 - 1929).





Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.

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Die Wörter und Sätze vermitteln nicht nur einfach Informationen, sondern kondensieren & destillieren Stimmungen, Gefühle, Gedanken oder Beobachtungen. Es ist eine der ältesten literarischen Textformen und lebt davon, dass Sprache nicht nur bedeutet, sondern auch klingt, schwingt und wirkt.





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