Ach, ich war mir ganz entlaufen,

Tanzte fremd im fremden Land

Und sie wollten mich schon taufen:

Einer doch den Namen fand,

 

Der mich rief, wie sie mich nannten

Damals, einst, vor langer Zeit...

Und ich wußte: sie erkannten

Unter dem gemalten Kleid

 

Doch den Fremdling, der verblieben,

Nun sich selber unbekannt.

Sein verstoßnes Herz zu lieben

Stand er rot an einer Wand.


Das Gedicht "Karneval des Unbeschwingten" stammt von   (1899 - 1929).





Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.

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Die Wörter und Sätze vermitteln nicht nur einfach Informationen, sondern kondensieren & destillieren Stimmungen, Gefühle, Gedanken oder Beobachtungen. Es ist eine der ältesten literarischen Textformen und lebt davon, dass Sprache nicht nur bedeutet, sondern auch klingt, schwingt und wirkt.





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