Es ist so seltsam still,

so schwerstill,

steinern ...

Wenn doch ein einziger Schmetterling

durch die rotbraune Luft flöge!

An den schwarzen Bergen

hängen Nebelfetzen,

wie Spinnengewebe

an Kellermauern.

So seltsam still,

so schwerstill,

steinern ...

Horch, ein Ton! ...

Aus der Thalschlucht

das Sterbeglöcklein ...

Wer wohl dort geht?


Das Gedicht "Abend" stammt von   (1859 - 1927).





Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.

Die Wörter und Sätze vermitteln nicht nur einfach Informationen, sondern kondensieren & destillieren Stimmungen, Gefühle, Gedanken oder Beobachtungen. Es ist eine der ältesten literarischen Textformen und lebt davon, dass Sprache nicht nur bedeutet, sondern auch klingt, schwingt und wirkt.





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