Wenn die Ankerstricke brechen,

Denen du zu sehr vertraust,

Oft dein Glück so sicher schaust,

Zornig nun die Wogen sprechen, –

O so laß das Schiff den Wogen,

Mast und Segel untergehn,

Laß die Winde zornig wehn,

Bleibe dir nur selbst gewogen,

Von den Tönen fortgezogen,

Wirst du schön're Lande sehn:

Sprache hat dich nur betrogen,

Der Gedanke dich belogen,

Bleibe hier am Ufer stehn. –


Das Gedicht "Trost" stammt von   (1773 - 1853).





Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.

Die Wörter und Sätze vermitteln nicht nur einfach Informationen, sondern kondensieren & destillieren Stimmungen, Gefühle, Gedanken oder Beobachtungen. Es ist eine der ältesten literarischen Textformen und lebt davon, dass Sprache nicht nur bedeutet, sondern auch klingt, schwingt und wirkt.





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