So wandelt sie im ewig gleichen Kreise,

Die Zeit, nach ihrer alten Weise,

Auf ihrem Wege taub und blind;

Das unbefangne Menschenkind

Erwartet stets vom nächsten Augenblick

Ein unverhofftes seltsam neues Glück.

Die Sonne geht und kehret wieder,

Kommt Mond und sinkt die Nacht hernieder,

Die Stunden die Wochen abwärts leiten,

Die Wochen bringen die Jahreszeiten.

Von außen nichts sich je erneut,

In dir trägst du die wechselnde Zeit,

In dir nur Glück und Begebenheit.


Das Gedicht "Zeit" stammt von   (1773 - 1853).





Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.

Die Wörter und Sätze vermitteln nicht nur einfach Informationen, sondern kondensieren & destillieren Stimmungen, Gefühle, Gedanken oder Beobachtungen. Es ist eine der ältesten literarischen Textformen und lebt davon, dass Sprache nicht nur bedeutet, sondern auch klingt, schwingt und wirkt.





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