Soll ich in mir selbst verschmachten,
Und in Liebe ganz vergehn?
Wird das Schicksal mein nicht achten,
Dieses Sinnen, dieses Trachten
Immer unerhörend sehn?

Bin ich denn so ganz verloren,
Den Verstoßnen zugereiht?
O beglückt, wer auserkohren,
Für die Künste nur gebohren,
Ihnen Herz und Leben weiht!

Ach mein Glück liegt wohl noch ferne,
Kömmt noch lange mir nicht nah!
Freilich zweifelt′ ich so gerne, –
Doch noch oft drehn sich die Sterne, –
Endlich, endlich ist es da!

Dann ohne Säumen,
Nach langen Träumen,
Nach tiefer Ruh,
Durch Wies′ und Wälder,
Durch blüh′nde Felder
Der Heimat zu!
Mir dann entgegen
Fliegen mit Seegen
Genien, bekränzt,
Strahlen-umglänzt:
Sie führen den Müden
Dem süßen Frieden,
Den Freuden, der Ruh,
Der Kunstheimath zu!


Das Gedicht "Sehnen nach Italien" stammt von   (1773 - 1853).





Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.

Die Wörter und Sätze vermitteln nicht nur einfach Informationen, sondern kondensieren & destillieren Stimmungen, Gefühle, Gedanken oder Beobachtungen. Es ist eine der ältesten literarischen Textformen und lebt davon, dass Sprache nicht nur bedeutet, sondern auch klingt, schwingt und wirkt.





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